Rezensionen

Wie man seine Leser mit Phantasie fast spielerisch zum Nachdenken verführt, zeigt das 90-Seiten-Büchlein „Der blaue Diwan“ von Stefan Fourier. Bildreich und mit ausgeprägter Beobachtungsgabe unterhält er mit drei Tierfabeln und fünf kleinen Menschengeschichten in leichter und lockerer, etwas verschmitzter Art. Er plaudert im unterhaltsamen Ton und angenehm fließenden Stil, so dass man ihm ohne Anstrengung folgt und dabei eine Lehre oder Moral untergeschoben bekommt. Meist nimmt man sie schmunzelnd zur Kenntnis, weil sie so liebenswürdig verpackt ist. Dann möchte man die Geschichte aus seinen eigenen Erlebnissen fortsetzen.

Herrlich ist etwa der frierende und hungernde Sperling, dem es eine Wohltat ist, sich plötzlich in einem Pferdeapfel wiederzufinden. Doch damit nicht genug: Sein allzu großer Jubel hätte ihn fast das Leben gekostet. Aber auch die Katze, die den Vogel als Ganzes verschlingt, übernimmt sich mit diesem Happen. Moral: Zähme Jubel und Gier!

Dr. Günter Jeschke, Oktober 2009

 

Erstaunlich finde ich zweierlei: Erstens schafft Stefan Fourier eine ganz eigene, nützliche Buchgattung, eine Art moderner Lehrgeschichten. Zweitens gelingen ihm immer wieder entzückende, ungewöhnliche Wendungen, sowohl in Handlung und Perspektive, als auch in Wortwahl und Satzbau.

Christoph Burger, Oktober 2009

 

Stefan Fourier beschreibt unterhaltsam mit kurzen Geschichten wie das Leben keiner Regel zuverlässig folgt und sich keiner letztlich sicher sein kann auf der „richtigen“ Seite zu stehen. Immer wieder kann die nächste Wendung die Situation komplett auf den Kopf stellen und alle Karten neu mischen.

Es wird auf lebendige und leichte Art und Weise spürbar, warum es sich lohnt wach und offen für Neues und Veränderung durch's Leben zu gehen.

Harald Knoll, Oktober 2009

 

Die Fettnäpfchen dieser Welt gehören mir. Alle. Ohne Ausnahme. Nachdem ich „Der blaue Diwan“ las, habe ich mein eigenes Verhaltensmuster besser im Blick und bin froh, dass es ein Autor endlich mal geschafft hat, ein so umfangreiches Thema wie „Wer mit der Herde läuft, endet schnell als Kotelett“ mit einer solchen Leichtigkeit zu vermitteln. Danke für diese Erfahrung.

Susanne Stelter-Walter, Oktober 2009

 

Führung und Verantwortung für sich und das Ganze liegen nah beieinander und sind doch oft meilenweit voneinander entfernt. Dies hat mir die Lektüre der amüsanten Kurzgeschichten einmal mehr verdeutlicht.

Ulrike Hornig, Oktober 2009

 

Ich liebe den Spatz im Apfelkuchen.

Amelie Schwetmann, 6 Jahre, September 2009

 

Immer wenn ich Stress habe, lese ich in „Der blaue Diwan“ und komme gleich auf andere Gedanken. Das Buch ist inspirierend und entspannend, ich kann es nur empfehlen.

Herbert Utermöhlen, September 2009