Das Change-o-Meter: Ein Schritt von der Befindlichkeit zur Objektivität

Diskussionen über Unternehmenskultur verlaufen oft nebulös. Es gibt auf diesem Feld zu wenig „ZDF“: Zahlen – Daten – Fakten. Deshalb werden viele Worte gemacht, denen zu wenige konkrete Taten folgen.

Damit wollen wir jetzt Schluss machen! Mit dem Change-o-Meter haben wir ein Tool, welches konkrete Kennziffern liefert. Der Flexibilitätsindex und der Stabilitätsindex sind Kenngrößen, die Aussagen über die Veränderungsfähigkeit eines Unternehmens ermöglichen. Mehr noch, sie zeigen die Bereiche und Themen im Unternehmen auf, die nachhaltiger Wettbewerbsfähigkeit entgegen stehen und verändert werden müssen. Es geht um die Ortung objektiver Missstände im System.

Einige Beispiele:

In einem Unternehmen wurden durch das Change-o-Meter große Unterschiede zwischen verschiedenen Bereichen bei der Reglung der Verantwortlichkeiten aufgedeckt. Zwar gab es überall formale Stellenbeschreibungen und das Management war der Auffassung, alles sei in Ordnung. Aber die Zuordnung von Aufgaben war an einigen Stellen unklar, teilweise sogar kontraproduktiv. Dies wurde im Vergleich der Kennziffern und der grafischen Verteilung der Statuserhebung deutlich und konnte dann konkret verändert werden.

In einem anderen Unternehmen wies das Change-o-Meter mit eindeutige Zahlen aus, dass zwar die Arbeitsprozesse schlank und unbürokratisch, andererseits jedoch die Entscheidungswege lang und umständlich waren. Die Veränderung dieses Missverhältnisses gelang durch Veränderung der Befugnisse und des Verhaltens von Managern.

In einem weiteren Unternehmen war das Management der Auffassung, dass kontinuierlich an der Verbesserung der Arbeitsprozesse gearbeitet würde. Das Change-o-Meter belegte jedoch, dass die Mitarbeiter und Meister diesbezüglich völlig anderer Meinung waren. Die Ursachenforschung für diesen Befund förderte zutage, dass zwar Verbesserungen vorgenommen wurden, jedoch wegen bürokratischer Hindernisse die wirklichen Verbesserungsmöglichkeiten bei weitem nicht ausgeschöpft wurden.

Und auch der Umgang mit den „weichen“ Faktoren wird durch das Change-o-Meter plötzlich „fester“. Große Unterschiede zwischen einzelnen Bereichen bei der Wertschätzung der Mitarbeiter werden anhand von Zahlen und grafischen Darstellungen drastisch deutlich. Man hat dadurch konkrete Fakten, auf die Bereichsführung einzuwirken, um dieses wichtige Motivationsmoment zu verbessern. In ähnlich deutlicher Weise können Informationsdefizite herausgefunden und abgebaut werden. Selbst so weiche Faktoren wie Traditionsbewusstsein, die Einstellung zu bestimmten Werten oder die Fehlerkultur werden durch das Change-o-Meter mit Kennziffern ausgewiesen.

Das Change-o-Meter schafft die Möglichkeit, die erfolgsentscheidenden Aspekte des Unternehmens objektiv darzustellen, systemisch, und dadurch das Fischen im Nebel „kulturellen Geschwurbels“ zu beenden. Flexibilität und Stabilität und ihr Zusammenwirken sind die systemischen Triggerpunkte für nachhaltigen Erfolg. Das Change-o-Meter kann mit wenig Aufwand an die spezifische Situation eines Unternehmens oder Bereichs angepasst werden und dadurch noch besser die wirklich neuralgischen Punkte erfassen, quantifizieren und verbessern.

Kommentar hinzufügen

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
abbrechen