Vertrauen kann man nicht erzeugen, sondern nur ermöglichen

Das ist einer der Schlüsselsätze in meinem neuen Buch "Die Sandwich-Connection". Darauf fußend beschreibe ich darin drei Vertrauensprinzipien, mit deren Hilfe Vertrauen wachsen kann, so dass aus zunächst flüchtigen Kontakten nach und nach tragfähige Beziehungen werden. Das ist schließlich der Sinn von Networking - jedenfalls nach meinem Verständnis. Es geht um Beziehungen zu und mit anderen Menschen und nicht in erster Linie um eigene Vorteile. 

Wichtig für das Wachsen vertrauensvoller Beziehungen sind zwei Voraussetzungen. Geduld und Absichtslosigkeit. Ich muss verstehen, dass Beziehung Zeit braucht. Zeit, sie zu pflegen und Zeit, sich zu entwickeln. Und ich muss die Beziehung an sich wertschätzen, ohne dauernd an mögliche Vorteile durch sie zu denken. Natürlich können und sollen Beziehungen auch Vorteile bringen, uns bei der Alltagsbewältigung oder im Beruf unterstützen. Aber im Vordergrund muss immer der Mensch, mein Interesse am Gegenüber stehen. Sonst kann Vertrauen nicht entstehen.

Beide Voraussetzungen haben mit der ganz persönlichen Haltung zu tun, mit der man in Beziehung zu anderen Menschen tritt. Wenn diese Haltung stimmt, dann können die drei Vertrauensprinzipien wirken. Anderenfalls bleiben sie Mittel zum Zweck. Es gelingt dann vielleicht, Menschen etwas vorzumachen und sie sozusagen vor den eigenen Karren zu spannen. Allerdings merken die Betroffenen das schneller, als vermutet wird. Und dann schotten sie sich ab, Vertrauen ist verspielt, meist nachhaltig.

Ich breche in meinem Buch "Die Sandwich-Connection" eine Lanze für aufrichtiges Networking. Weil ich überzeugt davon bin, dass nur dadurch Netzwerke entstehen können, in denen und durch die wir Unterstützung bei der Bewältigung unserer wachsenden Alltagsanforderungen, beruflich wie privat, erhalten. Es geht darum, Kontakte zu gewinnen und aus diesen Kontakten tragfähige Beziehungen zu machen.