Wandel, Change und Transformation - Hauptsache agil!

Es soll ja immer noch Leute geben, die bei neuen Begriffen, die durch den Management-Medienwald getrieben werden, glauben, dass tatsächlich auch etwas Neues dahintersteckt. Wir haben bei Humanagement die Entwicklungen der letzten 25 Jahre ziemlich genau verfolgt und kommen zu dem Schluss: Das ist ausnahmslos alter Wein in neuen Schläuchen.

Was soll es auch Neues geben? Schließlich haben die meisten Unternehmen, zumindest diejenigen, die heute noch erfolgreich am Markt agieren, immer schon mit Veränderungen zu kämpfen gehabt. Mit plötzlichen und überraschenden – heute sagen wir disruptiv dazu. Mit langsam und schleichend daherkommenden. Mit existenziell bedrohlichen.

Die Unternehmen, die heute noch am Markt sind, haben sich den veränderten Bedingungen angepasst. Manchmal haben sie dabei einige Federn gelassen, meist jedoch Gewinn daraus gezogen. Und dabei hat sich ihre Unternehmenskultur, die oft moralisierend beschwörte, verändert. Egal, ob das die Akteure bemerkt oder gar aktiv betrieben haben. Die Unternehmenskultur hat sich den äußeren und den inneren Bedingungen angepasst.

Meist empfinden die Betroffenen diese Veränderungen als eher negativ – früher war alles besser. Aber das sind schon wieder Bewertungen, die meist der eigenen Bequemlichkeit entspringen. Besser ist nämlich nur, was funktioniert in dieser Welt. Und wären die Unternehmen so geblieben, wie früher, gäbe es sie nicht mehr. Beispiele dafür gibt es auch zur Genüge. Da sie aber existieren, Werte schaffen und Menschen in Lohn und Brot halten, ist heute besser. Punkt!

Also, egal ob eine Unternehmensleitung Wandel, Change oder Transformation zu managen hat, für erfolgreiche Veränderung sind zwei Dinge wichtig:

Die große Herausforderung „von außen“ (Markt, Wettbewerb, Technologie), die es zu bewältigen gilt.
Die Kunst besteht darin, eine solche Herausforderung früher als der Wettbewerb zu erkennen und sie im Unternehmen fühlbar zu machen.

Die Aktivierung der Mitarbeiterenergie „von innen“ heraus, so dass große Initiativen entstehen.
Die Kunst besteht darin herauszufinden, was die Menschen wirklich bewegt und dies zu nutzen – ein bisschen Populismus.

Der Rest, also wie man das macht, sind Empathie, intelligente Methodik, pragmatisches Vorgehen (nennen wir es meinetwegen ruhig agil, weil es moderner klingt) und eine ordentliche Portion Mut. In der Regel ist auch ein externer Blick auf den ganzen Prozess hilfreich. In jedem Falle muss man „praktisch denken und intelligent handeln“, anstatt neue Modebegriffe nachzuplappern.

Natürlich steckt der Teufel auch hier überall im Detail, aber die wichtigsten Prinzipien sind mit diesen beiden Punkten skizziert. Wer sich das über den Schreibtisch hängt und als Leitlinie benutzt, wie er Veränderungen konkret, hier und heute realisieren kann, der ist auf dem richtigen Weg.

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