Philosophisch-fantastische Geschichten können etwas, was Argumente oft nicht schaffen. Sie kommt nicht laut und deutlich durch die Tür des Verstandes. Sie findet ihren Weg durch das Herz. Dort beginnt sie zu wirken. Nicht laut, nicht belehrend, sondern leise, fast unmerklich. Ich erzähle Geschichten, in denen Menschen Impulse finden können. Vielleicht entdeckt jemand in einer Figur seine eigenen Themen. Vielleicht erkennt er in einem Konflikt seine eigene Situation oder findet er in einer der Geschichten einen Hinweis, seine wirkliche Welt anders zu betrachten. Wenn das geschieht, hat meine Geschichte ihr Ziel erreicht. Deshalb schreibe ich. Nicht um Antworten zu geben, sondern um Räume zu öffnen, in denen neue, eigene Antworten entstehen können. Ich wünsche mir, dass meine Bücher Menschen daran erinnern, dass hinter jeder scheinbaren Grenze noch eine Möglichkeit liegt und das Sichtbare nie die ganze Wirklichkeit ist.
Das Unmögliche denken. Dem Unglaublichen vertrauen.
Folgende Bücher können über den Buchhandel bezogen werden.
Leben. Lieben. Wachsen.
Was bedeutet Liebe und wie finden wir sie?
Am Anfang, im Sturm, in der Stille.
Was ist Liebe? Leidenschaft und Sehnsucht? Vertrauen und
Geborgenheit? Gemeinsamkeit? Oder etwas, das sich erst im Laufe eines
Lebens entwickelt?
Erschienen 2025
Hardcover: ISBN 978-3-384-75191-1
Paperback: ISBN 978-3-384-75190-4
Die vielen Gesichter der Liebe
Ein junger Mann träumt von der großen Liebe. Er sucht sie voller Leidenschaft – und muss lernen, dass Liebe, die abhängig macht und die eigene Freiheit nimmt, keine Erfüllung bringt.
Ein Paar hat sich gefunden. Gemeinsam haben beide Träume verwirklicht, Abenteuer bestanden und ihr Leben gestaltet. Doch dann geht einer von ihnen ein großes Risiko ein. Plötzlich muss sich zeigen, was ihre Liebe wirklich trägt.
Jahrzehnte später ist aus Leidenschaft Vertrautheit geworden. Zwei Menschen sind miteinander älter geworden. Ihre Kräfte schwinden, ihre Liebe ist geblieben.
Und dann gibt es noch eine andere Erfahrung von Liebe. In ihr verschwinden die Grenzen des Einzelnen. Menschen fühlen sich verbunden mit etwas Größerem.
Und schließlich betrachtet eine künstliche Intelligenz aus ferner Zukunft dieses seltsame menschliche Phänomen – die Liebe.
Was hinter der Geschichte steckt
Liebe begleitet uns ein Leben lang. Dabei wirft sie immer wieder neue Fragen auf, stellt uns vor neue Entscheidungen und Herausforderungen.
Am Anfang steht oft die Sehnsucht nach einem anderen Menschen, der uns glücklich machen soll. Wir wollen Nähe, Hingabe, vielleicht sogar Verschmelzung. Doch wo endet Liebe und wo beginnt Abhängigkeit? Kann ich einen Menschen lieben und trotzdem ich selbst bleiben?
Später muss sich Liebe im gemeinsamen Leben bewähren. Sie braucht Vertrauen und die Bereitschaft, dem anderen seine Freiheit zu lassen.
Kann Liebe wachsen, auch wenn man unterschiedlicher Meinung ist? Wie verändert und bewährt sie sich in Erfolgen, Niederlagen und den Stürmen des Lebens?
Und irgendwann wird sie vielleicht stiller. Verliert sie dabei an Tiefe oder wächst sie weiter? Zwei Menschen haben sich über Jahrzehnte gegenseitig verändert. Sie kennen ihre Schwächen und Eigenheiten. Sie wissen um die Endlichkeit ihres gemeinsamen Lebens – und gerade dadurch bekommt ihre Nähe einen besonderen Wert.
Die Liebe bleibt niemals dieselbe.
Doch vielleicht reicht Liebe noch weiter? Vielleicht kann sie die Beziehung zwischen zwei Menschen überschreiten und zu einem Gefühl tiefer Verbundenheit werden? Dann geht es nicht mehr darum, jemanden zu besitzen oder selbst geliebt zu werden. Liebe wird zu einer Erfahrung, in der die Grenzen des eigenen Ichs für einen Moment an Bedeutung verlieren. Ist das universelle Liebe? Gottesliebe? Oder einfach eine andere Dimension dessen, was wir Liebe nennen?
Vielleicht gibt es deshalb gar nicht die Liebe.
Vielleicht ist Liebe ein lebenslanger Prozess. Sie verändert sich mit uns, nimmt unterschiedliche Gestalten an und lässt uns wachsen.
Und vielleicht erkennen wir erst am Ende, dass es gerade diese Fähigkeit zu lieben ist, die uns zu lebendigen Wesen macht. Eine künstliche Intelligenz mag die Liebe beschreiben, ihre Muster erkennen und sogar über sie sprechen können. Doch kann sie auch erleben, was es heißt zu lieben?
Leben. Lieben. Wachsen. gibt keine Definition der Liebe. Die Geschichten laden dazu ein, der Frage nachzuspüren, was Liebe im eigenen Leben bedeutet.
Leben zwischen Körper und Geist
Die Erinnerungen einer Seele
Novelle
tredition, Ahrensburg 2025
ISBN (Hardcover) 978-3-384-67281-0
ISBN (Softcover) 978-3-384-67280-3
Stefan Fouriers Novelle überrascht mit einer ungewöhnlichen Erzählsituation: Die Handlung wird aus der Perspektive einer Seele erzählt. Gleich zu Beginn sitzt der Leser im Sterbezimmer eines alten Menschen. Während eine Fliege am Fenster summt, beobachtet die Seele ihn, der ihr bislang Heimat war, und stellt fest, dass er sie in seinem ganzen Leben nur selten wahrnahm; selbst in seinen letzten Stunden bleibt sie für ihn eine bloße Sehnsucht. Diese Distanz zum eigenen inneren Kern bildet den roten Faden der Erzählung.
Die Seele erinnert sich daran, wie sie in den ungeborenen Körper eintrat, wie der Geist erwachte und nach und nach die Oberhand gewann. Fourier schildert anschaulich, wie der Geist die Wahrnehmung des Menschen dominiert: Für ihn existiert nur das, was der Geist zeigt; betont er das Schöne, wird die Welt zum Paradies, fokussiert er das Negative, erscheint sie als Hölle. In kurzen Episoden illustriert der Autor diese philosophische These. Besonders eindrucksvoll ist das Kapitel um die ehrgeizige Nina, die im hektischen Berufsleben von Ziel zu Ziel hetzt. Erst als sie vor einem Burnout „wie gegen eine Wand“ prallt und ihr Geist erschöpft ist, hört sie endlich die leise Stimme der Seele – und empfindet im Moment der größten Erschöpfung plötzlich Glück und Vollkommenheit.
Sprachlich ist die Novelle poetisch, fast meditativ. Fourier nutzt einfache, klar strukturierte Sätze, die den Inhalt tragen, ohne zu sehr zu belehren. Zwischen den Kapiteln stehen Sternchen, die dem Leser Raum zum Nachdenken geben. Die Figuren bleiben archetypisch, damit sich jeder selbst wiederfinden kann. Bei der Thematik könnte leicht ein moralischer Unterton entstehen, doch dem Autor gelingt es, dieser Falle zu entgehen und stattdessen eine berührende Reflexion über das Verhältnis von Körper, Geist und Seele zu kreieren.
Besonders stark ist das Ende: Beim Abschied vom sterbenden Körper ruft die Seele den Hinterbliebenen zu, sie sollten nicht weinen, denn sie selbst sei endlich frei und finde den Weg in die ewige Wirklichkeit. Die Frage, ob vielleicht sogar die kleine Fliege am Fenster eine Seele hat, rundet den philosophischen Rahmen mit einem Augenzwinkern ab.